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Kunst Haus und Wunderbuch Hausväterbuch von Balthasar Schnurr

Auf dieses Buch bin ich besonders Stolz. Zum Einen ist es sehr Selten und Zweiten stammt dieses Exemplar aus der Sammlung von Harry Schrämmli.
Kunst Haus und Wunderbuch Hausväterbuch.
Vollständiges und schon aller Orten bekandtes Kunst- Hauß- und Wunder-Buch,
Sehr seltenes Exemplar Exemplar 1664 mit Ex libris von Harry Schrämmli
Hausväterbuch. -- Haus- und Wunderbuch. - (Schnurr v. Lendsidel, Balthasar. Vollständiges und schon aller Orten bekandtes Kunst- Hauß- und Wunder-Buch, darinnen nicht allein allerhand zur Haußhaltung nütz- und dienliche Sachen, sondern auch andere rare und approbirte Wunder- und Kunst-Stücke begriffen ... Ffm, zwischen 1664 u. 1690). S. 7 1362, 9 Kupfertaf., 12 Kalenderbl. in Rot und Schwarz (dav. 3 gefaltet). Hübscher mod. Pappband im Stil d. Zeit. (Tit, ca. 10 Bl. (Einleitung), das Register (12 Bl.) sowie ca. 25 weitere Bl. fehlen. 5 Taf. einfach altkoloriert. 2 Taf. u. 8 Kalenderbl. nur zur Hälfte erhalten. Einige S. m. kleinen, sorgfältig hinterlegten Fehlstellen, ca 5 Bl. stärker beschädigt. Bei einigen Bl. m. Kl. Textverlust) Lindner 11.1831.11 - 13. Enthält neben einer "Außführlichen Beschreibung vom Jagen" (160 S.) u. a. verschiedene Artzneibücher, darunter ein umfangreiches "Frauen-Büchlein" (110 S.) und ein "Artzneybüchlein für haußarme Leute", Kochbücher mit Hinweisen zu Konfekt-, Bier-, Wein- und Essigherstellung, Anweisungen zur Gewinnung von Farben, Salpeter, Pulver und zum Feuerwerk (20 S.). -
Schnurr: Balthasar S. wurde am 24. Februar 1572 als der älteste Sohn des Josef S. zu Lendsiedel im Fränkischen geboren. In Fröschstockheim, wo der Vater das Pfarramt versah, verbrachte Balthasar S. seine Jugend und genoß an der wiedererrichteten Schule den ersten Unterricht. Hier wurde er auch Amtsnachfolger seines Vaters, kam später als Pfarrer nach Amlishagen, in seine Geburtsstadt Lendsiedel und endlich nach Hengstfeld, wo er nach 1624, nach einer anderen Angabe 1644 starb.

Schnurr’s litterarische Thätigkeit ist vorwiegend Bearbeitungen und Uebersetzungen der Werke anderer gewidmet. Am bekanntesten ist die 1612 in Straßburg erschienene Neuausgabe des „Mückenkrieg“ von Hans Christoph Fuchs d. Aelt., einer Uebersetzung der Moschea, des berühmten macaronischen Gedichtes von Folengo. S. gibt selbst als seine Arbeit an dieser neuen Ausgabe an, daß er sie „auff ein newes dermaßen zugericht, das nicht allein ein jedes Buch in gewiß Capitel vnnd Vnderscheid abgetheilt, sondern auch die Capitel mit jhren Glossen, Erinnerung vnnd Lehrpunkten geschmücket vnd gezieret“ seien. Weit selbständiger sind seine Leistungen als Uebersetzer. Nicolaus Selneccer’s Comödie Theophania, die S. aus dem lateinischen „in Teutsche vnd verständliche Reymen“ (1597) übertragen, hat geradezu in der deutschen Fassung an Wirkung gewonnen, wenn auch lange nicht in dem Maße, um den vorgedruckten überschwänglichen Hymnus seines Vaters zu verdienen. Auch die Uebersetzung zweier Stücke aus dem Terentius christianus des neulateinischen Dramatikers Cornelius Schonäus, Triumphus Christi Comoedia von der siegreichen Aufferstehung unseres Herrn und Heilands Jesu Christi, und Pseudostratiotae d. i. die vermeynten Landsknecht (Frankfurt a. M. 1607) ist gewandt, frisch und drastisch in der Sprache und hält sich nicht sklavisch an die Vorlage. – Sein „Kunst-, Haus- und Wunderbuch“, eine Art Haushaltbuch, erlebte seit 1615 eine Reihe von Auflagen und scheint noch am Ende des 17. Jahrhunderts viel benützt worden zu sein, häufiger jedesfalls als sein fast ganz unbekanntes, in Straßburg 1615 erschienenes Gebetbuch, das als eine wesentlich bereicherte deutsche Uebersetzung der in Johann Altenberger’s Reimen-Gebetbüchlein abgedruckten lateinischen Gebete erscheint. Ein vielgesungenes geistliches Lied „O großer Gott von Macht vnd reich an Gütigkeit“, das in Jeremias Weber’s Gesangbuch (Leipzig 1638) mit den Initialen B. S. P. L. C. (poeta laur. caesar.) zuerst gedruckt wurde, wird von einigen für Basil Sattler, von anderen für J. M. Mayfart in Anspruch genommen, ist aber aller Wahrscheinlichkeit nach Balthasar Schnurr’s geistiges Eigenthum. Quelle: Wikipedia
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