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Speiß- Meister 1778

oder Nutzlicher Unterricht von Essen und Trincken
Speiss- Meister oder nutzlicherUnterricht von Essen und Trincken
Ex Libris S lucas Biblioteca Schild NeoReischenfis Anno 1768
und handschriftlicher Eintrag + Stempel.
Seltenes Buch in vielen nahmhaften Bibliotheken nicht enthalten.
Speiß-Meister Oder Nutzlicher Unterricht Von Essen und Trincken : Was, und wie man nemlich zu Erhaltung und zu Verlängerung seiner Gesundheit Essen und Trincken solle ; Nebst vielen untermengten Hauß-Mitteln Zu unterschiedlichen Zuständen, und nebst andern lustigen Sachen zur Aufmunterung eines melancholischen Gemüths
Schreger,Odilo
1697-1774 war Prior der Benediktinerabtei Ensdorf in der Oberpfalz Er verfasste zahlreich zum Teil belehrende , teils unterhaltende, mit harmlosen Scherz gewürzte Lehrbücher.SCHREGER, Odilo OSB, Prior, geistlicher Schriftsteller, * 2.11. 1697 Schwandorf, † 21.9. 1774 Ensdorf. - Nach dem Besuch des Jesuitengymnasiums in Amberg trat S in das oberpfälzische Kloster Ensdorf ein. Dem Kommunnoviziat und der Ablegung der Gelübde (1720) folgte das Studium der Philosophie und Theologie in Regensburg und Michelfeld. 1723 zum Priester geweiht, kehrte S nach Ensdorf zurück, wo er vielfältige Aufgaben zu erfüllen hatte. Zunächst als Küchenmeister und Kastner im Wirtschaftsbereich tätig, war er später als Subprior, dann als Prior (1749) und Konventsenior für das innerklösterliche Leben zuständig. Lange Jahre wirkte er zudem als Seelsorger in mehreren zum Kloster gehörigen Pfarreien. Nicht zuletzt unterrichtete er im Rahmen des `studium commune' den Ordensnachwuchs und leitete als `Fratrum Director' die disziplinäre und geistliche Betreuung der Studenten. Neben seinen klösterlichen Verpflichtungen aber folgte er in Mußestunden, ausdrücklich gefördert von den Äbten Anselm Meiller und Anselm Desing, hingebungsvoll seinen schriftstellerischen Neigungen; 1752 trat er der von Oliver Legipont gegründeten `Societas Litteraria Germano-Benedictina' bei. - Die gedruckt vorliegende Hinterlassenschaft Schregers ist ein Spiegelbild seiner weitgespannten geistigen und literarischen Interessen. Neben moralisch-aszetischen, von benediktinischer Spiritualität geprägten Schriften (»Ascetico-biblicum calendarium«, 1730; »Diurnale neo-curati«, 1762) sind es vor allem die praktisch-lehrhaften und unterhaltsamen Werke, die seine außerordentliche Popularität begründeten. Mit ihrem Sammelsurium an geographischen und historischen Denkwürdigkeiten, theologischen Merksätzen, philosophischen Aphorismen, naturwissenschaftlichen Erkenntnissen sowie vergnüglichen Rätseln, Wortspielen und Schwänken vermittelten Kompendien wie der »Studiosus Jovialis« (1749), der »Lustig- und Nutzliche Zeit-Vertreiber« (1753) oder der »Auszug der Merckwürdigsten Sachen« (1755) einem breiten Publikum nicht nur vielerlei Wissenswertes, sondern befriedigten auch dessen Bedürfnis nach heiterem Lesestoff. Praktische Instruktionen boten Sachbücher wie der »Speiß-Meister« (1766), der mit Blick auf eine gesunde, gottgefällige Lebensführung von der rechten Auswahl und Zubereitung von Nahrungsmitteln handelt, und die »Kleine Haus-Apothecke« (1769) mit der Darbietung laienmedizinischen Erfahrungswissens. Das »Hauß-Büchlein« (1736), mit dem er an den weit verbreiteten Fachprosatypus der `Oeconomica' anknüpfte, vereinte Sitten- und Realienlehre, religiös-ethische Betrachtungen und konkrete Ratschläge für die Haushaltsführung. Kurzgefaßte Beschreibungen von mehr als 100 Reisewegen durch Deutschland, Verhaltensmaßregeln und ärztliche Empfehlungen, unterhaltsame Erzählungen, doch ebenso Gebete und religiöse Ermahnungen enthielt das »Reis-Büchlein« (1753). - In seinen Schriften, in denen sich die Tradition der geistlichen Barockliteratur ebenso widerspiegelt wie der Geist des Aufklärungsepoche, weiß S moralische Kurzweil, praktische Anleitung und katechetische Unterweisung in wirkungsmächtiger Form zu verschmelzen. Adressat ist der `gemeine Mann', dem er im Bewußtsein seiner seelsorglichen Verantwortung durch literarische Tätigkeit zu dienen sucht.
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